Geschichte

Die Kirchengemeinde Winsen (Aller) hat im Juli 2003 beschlossen, das alte Pfarrwitwenhaus, in Winsen am Kirchplatz, der Kirche gegenüber gelegen, umzubauen und einer neuen Nutzung zuzuführen. Vorangegangen waren Überlegungen, was mit dem zu diesem Zeitpunkt leerstehendem Haus passieren sollte.

Geschichte:
Das Haus wurde 1860 zusammen mit dem Pfarrhaus II an der Kirchstrasse gebaut. Ob tatsächlich Pfarrwitwen das Haus bewohnten, ist nicht sicher belegt. Bis 1932 war Träger der Vaterländische Frauenverein, der sich der Krankenpflege und allgemeiner Gesundheitsvorsorge verpflichtet sah. Danach übernahm die Henriettenstiftung das Haus – in der Folge wurde das Haus zum Schwesternhaus. Schwester Else wohnte hier, aber auch andere Gemeindeschwestern. 1964 wurde das Haus umgebaut und zum Sitz der Sozial- und Diakoniestation Hambühren – Wietze – Winsen. Das Dorfhelferinnenwerk Hannover beteiligte sich an den Umbaukosten und sorgte dafür, dass die Dorfhelferinnen im Bereich Celle eine günstige Wohngelegenheit (im oberen Bereich des Hauses) besaßen. Den Winsern werden die Leiterinnen des Hauses, Schwester Sabine (Thies), Schwester Anneliese (Lindhorst) sicher gut bekannt sein, bestimmt auch weitere Gemeindeschwestern und die Mitarbeiterinnen der Haus- und Familienpflege, die in dem Haus ebenfalls ein- und ausgingen.
Nach dem Neubau der Sozial- und Diakoniestation stand der untere Teil des Hauses längere Zeit leer, zeitweilig wurden kirchengemeindliche Büroräume und ein Eine-Welt-Laden eingerichtet. Die obere Wohnung wurde nach dem Auszug der letzten Bewohner ebenfalls leer. Am 13.9.2002 traf sich zum ersten Mal der Ausschuss zur weiteren Nutzung der alten Sozial- und Diakoniestation.

Die Idee:
Aus dieser Aufgabenstellung wurde in einem Ausschuss des Kirchenvorstandes die Idee entwickelt, aus der alten Sozial- und Diakoniestation einen Treffpunkt zu machen, mit dem sich die Kirchengemeinde auf eine neue, zeitgemäßere Art und Weise in der Öffentlichkeit präsentiert, den Wunsch nach gemütlicheren Formen des Treffens umsetzt und in diesen Treffpunkt diakonische Beratungsangebote integriert. Wichtige Säulen dieses Treffpunktes sollten in der Folge ein Cafebetrieb, dezentrale Beratungsangebote, regelmäßige Kunstausstellungen, monatliche Kleinkunst- und Musikveranstaltungen, sowie gemeindeinterne Veranstaltungen sein. Das Haus kann überdies für private Feiern etc gemietet werden und steht für Eigeninitiativen von Gemeindemitgliedern zur Verfügung. So haben sich beispielsweise schon Initiativen für ein Frauenfrühstück und für ein literarisches Cafe gefunden.
Weitere Ideen werden verfolgt, für Anregungen und die Bereitschaft zur Eigeninitiative sind wir dankbar.
Gewinnabsichten werden dabei insgesamt nicht verfolgt – allein ist die Kirchengemeinde bestrebt, die laufenden Unterhaltungskosten zu refinanzieren. In erster Linie dienen dazu der Cafebetrieb, die Vermietungen und die Abendveranstaltungen.